Wohin die großen Adressen wirklich Kapital gelenkt haben
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01Das gesamte Meldeuniversum
02Wo das Kapital hinfloss
Netto-Zukäufe und Netto-Verkäufe je Titel, aggregiert über alle ausgewählten Fonds.
Kursbewegungen sind herausgerechnet – was hier steht, wurde tatsächlich gekauft oder verkauft.
Größte Netto-Zukäufe
Größte Netto-Verkäufe
Netto gekauftNetto verkauftNEUbei mindestens einem Fonds erstmals im Depot
03Die IPO-Falle
Ein Titel, der im ersten Quartal in keinem 13F stand und im zweiten plötzlich auftaucht,
wurde nicht zwingend gekauft. Geht ein Unternehmen an die Börse, werden Altbestände aus dem Privatmarkt
auf einen Schlag meldepflichtig – dieselbe Aktie, seit Jahren im Depot, erscheint als
„Neuaufnahme“.
04Nach Narrativ geclustert
Dieselben Netto-Flüsse, gebündelt in die Narrative-Cluster aus
data/cluster.json. Titel ohne eigene Zuordnung laufen unter
„Defensive & Sonstige“.
05Neuaufnahmen – die Conviction-Signale
Titel, die im Vorquartal in keinem Depot waren und jetzt neu auftauchen –
sortiert nach Zahl der Fonds, die gleichzeitig eingestiegen sind.
06Wer wann verkaufen darf
Die Fonds sind keine Insider im rechtlichen Sinn – keiner hält über 10 %, keiner
sitzt im Verwaltungsrat, keiner muss Form 4 melden. Gebunden sind sie trotzdem: Der Prospekt legt fest,
dass sämtliche vor dem Börsengang ausstehenden Aktien der Übertragungssperre unterliegen,
gleich wer sie hält. Wer aus einer Privatrunde kam, sitzt damit automatisch drin – nicht wegen
eines Status, sondern weil die Beschränkung an der Aktie hängt.
07Konsens ist nicht gleich Neuallokation
Ein Titel, den fast alle halten, ist nicht automatisch ein Titel, in den frisches Geld fließt. Die Fallstudie verfolgt einen Konsenswert über fünf Quartale.
08Konsens-Matrix
Portfoliogewicht je Fonds und Titel. Je heller das Feld, desto größer das Gewicht.
Grüner Rahmen = in diesem Quartal neu eröffnet. Dicht besetzte Spalten sind Konsens –
und damit gleichzeitig Crowding-Risiko.
< 1 %1–3 %3–7 %7–15 %> 15 %neu in diesem Quartal
09Die Portfolios im Einzelnen
Alle Zahlen aus der jeweiligen Original-13F-HR. Long-Exposure = Aktien plus Calls;
verkaufte bzw. gekaufte Puts sind separat ausgewiesen und nicht im Long-Wert enthalten.
10Methodik und was 13F nicht zeigt
Der wichtigste Vorbehalt zuerst.
13F-Meldungen sind rückwirkend und bis zu 45 Tage alt. Was hier steht, ist ein
Röntgenbild von vorgestern – die Positionen können längst aufgelöst sein.
Keine Anlageberatung.
Wie gerechnet wurde
Netto-Zukauf = (Stückzahl jetzt − Stückzahl im Vorquartal)
× Quartalsendkurs. Damit fällt reine Kursaufwertung heraus.
Long-Exposure = Aktien + Calls. Puts separat, weil sie je nach Haus
Absicherung oder Short-Ausdruck sind.
Aktienklassen derselben Firma (etwa Alphabet A und C) sind
zusammengefasst – erkannt an den ersten sechs Stellen der CUSIP, die den
Emittenten bezeichnen. Der Netto-Zukauf wird trotzdem je Gattung zu deren
eigenem Kurs gerechnet.
Skalierung: Einzelne Häuser melden noch in Tausend USD statt in
Dollar. Automatisch erkannt über den implizierten Kurs je Aktie und korrigiert.
Ticker: 13F nennt nur CUSIP und Emittentenname. Die Zuordnung zum
Börsenkürzel kommt von OpenFIGI und liegt als Nachschlagewerk im Repo; findet
sich kein Kürzel, steht die CUSIP selbst.
Änderungsmeldungen: Reicht ein Haus für denselben Stichtag mehrfach
ein, zählt die zuletzt eingereichte Fassung.
Was 13F systematisch verschweigt
Keine Short-Positionen in Aktien – nur Puts werden sichtbar.
Keine Anleihen, Rohstoffe, Devisen, Futures. Bei Makro-Häusern ist die
13F-Seite oft der kleinere Teil des Risikos.
Keine ausländischen Börsenplätze – nur US-gelistete Titel.
Börsengänge: Wird ein Unternehmen börsennotiert, werden bis dahin
private Beteiligungen schlagartig 13F-pflichtig und erscheinen als Neuaufnahme,
ohne dass gekauft wurde. Diese Einstufung ist Handarbeit und liegt nur für
Quartale vor, für die sie jemand gemacht hat – sonst bleibt Abschnitt 03
leer und die Rangliste zeigt die Zuflüsse unbereinigt.
Wandelanleihen und Schuldtitel („PRN“) bleiben außen vor –
dort ist die gemeldete Zahl ein Nominalbetrag, keine Stückzahl.
Das Mess-Universum: Ein Quant- oder
Multi-Strategie-Haus meldet mehrere tausend Positionen, überwiegend Restposten
aus Market-Making. Deshalb spannen die Conviction-Häuser das Universum auf, und
alle übrigen Häuser werden für genau diese Titel mitgemessen. Die
Portfolio-Karten in Abschnitt 09 zeigen zusätzlich die größten eigenen
Positionen jedes Hauses.
Die drei Sichten:Conviction sind diskretionäre,
konzentrierte Aktienmandate. Macro sind globale Makro-Häuser, bei denen
die gemeldeten Aktien nur ein Ausschnitt des Risikos sind. Alle nimmt
Quant-, Multi-Strat- und Staatsfonds hinzu. Referenzhäuser laufen mit und zählen
in kein Aggregat.
Die Auswahl der Häuser steht in data/fonds.json und
ändert sich nicht von Quartal zu Quartal. Index-Anbieter, Banken, Broker und
Market Maker sind bewusst draußen – ihre Meldungen bilden Indexnachbau
und Kundendepots ab, keine Anlageentscheidung.